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Ein Neuzeit-Märchen-Musical in und aus einem U-Bahntunnel für junge Leute.

Zuerst verpasst der Vermögensberater Herr Esel den letzten Zug nach Hause,
dann steckt er auch noch gemeinsam mit dem Punk Rooster und dem Obdachlosen Streuner im U-Bahnhof fest. Die Nachtclubsängerin Kitty Meow stolpert auf der
Flucht vor der gefährlichen Straßengang bandits auch noch hinzu und macht das ungewöhnliche Quartett damit komplett.
Nach anfänglichen Annäherungsschwierigkeiten lernen sich die Vier kennen und
merken, dass sie trotz ihrer Unterschiedlichkeit drei Dinge gemeinsam haben. Sie
haben alle eine Krise ein ihrem Leben zu bekämpfen, sie stecken gemeinsam hier
unten fest und sie haben eine besondere Beziehung zu völlig unterschiedlicher Musik. Darum wird bald gerappt, Beethoven gesummt und ein Blues auf der Mundharmonika gespielt. Schließlich wird getrau nach dem Motte "Alle für einen, einen für alle" ein
Plan ersonnen, wie man gegen die bandits vorgeht.
Das Monster der Linie 6 erwacht durch die Vier zum Leben und verjagt die Halbstarken erfolgreich. Während die vier ungleichen beschließen, von nun an gemeinsam Musik zu machen.

Anmerkung des Autors

In den meisten Stücken, in denen Tiere eine Rolle spielen, werden diese
vermenschlicht. Klar, niemand will einen echten Esel auf der Bühne. Darum
geht der Eselschauspieler meist aufrecht, trägt graue Latzhose und Eselsohren
und spricht natürlich mehr als nur I-A. Ich mag es lieber anders herum. Eine
meiner Lieblingsübungen in der Theaterpädagogik ist es, wenn in Szenen Menschen
mit tierischen Aspekten versehen werden. Wenn beispielsweise der Richter sich
wie ein Gorilla aufführt, aber dabei Mensch bleibt und der Anwalt Hund, die
Angeklagte Katze zusammenbellt, gibt das meist sehr schöne Szenen ab.

Nachdem ich erfolgreich das Bühnenstück 'Willkommen im Dschungel' mit tierischen Menschen als Protagonisten geschrieben hatte, wollte ich
ein Stück mit kleiner Besetzung, aber einem ähnlichen Effekt. So viel meine Entscheidung auf die Grimmschen Stadtmusikanten, die ich im Kern und Aussage belassen, aber den Ort und die Figuren komplett ausgetauscht habe.

Herauskam ein "Kammermärchen" in einer U-Bahnstation mit vier ungewöhnlichen Stadtmusikanten, die alle ihre eigenen Probleme mit sich tragen und einer ganz
eigenen Dynamik untereinander.

Im Gegensatz zu den meisten anderen meiner Werke, harren die Stadtmusikanten
noch ihrer Ur-Aufführung entgegen.