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Wer kennt ihn nicht, den Summsemann, seines Zeichens Maikäfer... ?
Richtig, Kinder kennen Ihn nicht, gehört diese phantastische Geschichte
doch mehr in die Kinderzeiten der heutigen Eltern, wenn nicht noch weiter zurück, nämlich in die Zeit der Großeltern.
Die Geschichte vom verlorenen Beinchen ist fast schon ein Relikt und
feierte am 7. Dezember 2012 ihren 100-jährigen Geburtstag.

Unvorstellbar, denn diese Geschichte sprüht vor Witz und Action. Und wir haben
sie noch ein wenig lebendiger gemacht, gönnen wir dem Stück raffinierte
musikalische Einlagen, wie sie gerade vernehmen dürfen (Begleitmusik für den
Besuch beim Sandmännchen), so wie man's nicht vermuten würde.



Doch eins nach dem anderen:
Der Herr Summsemann wurde Opfer des garstigen Mannes im Mond, stibitze dieser
doch dem Violinenspiel begabten Maikäfer eines seiner Käferbeinchen. Um Schutz
vor weiteren Unannehmlichkeiten des Mondmannes zu suchen, flüchtet er schnell in das Kinderzimmer von Peter und Anneliese, die vom erbärmlichen Gejammer des
Maikäfers geweckt werden. Hier fasst sich nun Herr Summsemann ein Herz, berichtet den Beiden von den ungehobelten Manieren des kleinen zornigen Wichts, der da auf dem Mond so heftig seinem Ego frönt. Es stellt sich die Frage, wie man denn nun dem Herrn Summsemann helfen kann - der braucht das sechste Beinchen zurück und so
beschließt man, es dem Mann im Mond einfach wieder abzunehmen. Mit der Zauberformel: 'rechtes Bein und linkes Bein...' entschweben die Drei
in den nächtlichen Himmel hinauf. Auf diesem galaktischen Trip treffen Sie auf
das Überstunden geplagte Sandmännchen, welches den Dreien zur
Bequemlichkeit die Sternenlokomotive von Sternenmützchen und Sternenmätzchen bucht. Ersteres wäre lieber ein Star in Hollywood, als so eine profane Funzel am Firmament.
Als sie eine Rast im Sternenschloss der Fee der Nacht einlegen, erscheint zu
Mitternacht die versammelt illustre Gesellschaft der Himmelsgeschöpfe. Vom Wassermann, über den Donner zur Blitzhexe, der strahlend schönen Sonne,
den Milchstraßenmann nicht zu vergessen, der nebenbei noch eine weiter weg
gelegene Kanone zur Reisebeschleunigung betreibt. Ach - und drüppeldü, der Regenfritze, der ständig mit seiner Gießkanne durch die Gegend nässt. Ich sag
Ihnen, eine Ansammlung solch augenfälliger Exzentrik erlebt man auch nicht alle
Tage. Ein Abstecher zum Weihnachtsmann, der auf einer Spielzeugwiese lebt und die
vom durchgeknalltem Lebkuchenmann in Schuss gehalten wird, bringt eine ganz besondere weihnachtlich fröhliche Stimmung ins Stück.
Ausgestattet mit ein paar Lebkuchen zur Stärkung, beschließt man nun
mit der Mondrakete, ordentlich und üppig mit Schießpulver gestopft, mit lautem
Getöse ordentlich beschleunigt den Mond zu erreichen.
Ein heißer Flug durch das Universum, eine unsanfte Landung auf dem staubigen
Mond inbegriffen... doch egal, das Ziel ist erreicht.
Nun gilt es, den Mann im Mond zu überwältigen...

Überwältigen ist an dieser Stelle das Stichwort, denn die frech modernen Dialoge,
der sprühende Witz, dass Tempo des Wahnsinns, die Bühnentechnik und das Licht,
die fetzig musikalische Begleitung und wenn letztendlich der Vorhang öffnet, das Strahlen des Sternenschlosses der Fee der Nacht das Publikum gefangen hält,
dann glauben Sie mir: das IST überwältigend!

Im nächsten Jahr feiert diese Geschichte ihren 100-jährigen Geburtstag. Am 7.12.1912 hatte es in Leipzig seine Uraufführung. Die neue rasante Version von Jacques Picarelle, hält an den ursprünglichen Abenteuern fest, doch stattet er diese mit prachtvoll frechen und modernen Dialogen aus. Die Geschichte gilt heute als ein Klassiker der deutschen Kinder- und Jugendliteratur.

Ein Grund, dieses in der Adventszeit 2012 zu inszenieren und den
runden Geburtstag eines so berühmten Märchens marketingtechnisch
für ihr Theater zu nutzen.
Denken Sie darüber nach. Viel Vergnügen!