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Konstanze, eine umweltbewusste und engagierte Hausfrau in den mittleren Jahren, findet sich auf dem Dachboden eines Mietshauses ein, wo sie in Koffern, Kisten und Kartons alte Geschenke eingelagert hat, die in ihrer kleinen Wohnung keinen Platz und keine Verwendung gefunden haben.

Ihre nächste Geburtstagsparty steht kurz bevor, zu der sie wieder gern alle Freunde, Nachbarn und Bekannten von ihrer letzten Party im vergangenen Jahr einladen möchte, doch leider erinnert sie sich nicht mehr, was sie vor einem Jahr von ihren Freunden geschenkt bekam.

Das Schauspiel „Mephisto und die weise Frau“ eröffnet in dem Moment, als Konstanze auf dem Dachboden in alten Kisten und Kartons stöbert, sich schließlich an ein von ihren besten Freunden gemeinsam gebasteltes Angelspiel erinnert, in dem es um die Rettung der Welt vor der Klimakatastrophe geht.

Sie beginnt es frei ohne die von ihr verbummelte Spielanleitung zu spielen, um auf etwaige Nachfragen vorbereitet zu sein, als plötzlich ein junger Mann den Dachboden betritt, den sie als einen Hausmeister der Hausverwaltung ansieht.
Konstanze weiß, dass es nicht erlaubt ist, auf einem Dachboden Kisten und Kartons einzulagern, doch ihr Gegenüber interessiert sich nicht für solche Regeln, sondern für ihr Spiel, die Welt zu retten.

Der Unbekannte möchte ebenfalls die Welt retten, stellt sich dafür jedoch ganz andere Lösungsansätze vor als die engagierte Umweltaktivistin. Er sieht das Übel für den Planeten in der Existenz des Menschengeschlechts, deren Evolution seiner Schilderung nach ein Missgeschick der Erdgeschichte war. Ein trunkener Teufel habe sich durch verführerische Stimmen zu Luxus und Konsum verführen lassen, und so dem Planeten einen zerstörerischen Wildwuchs beschert.

Im Verlauf des Konflikts der beiden Positionen beweist der Unbekannte seine phänomenale Wandlungsfähigkeit, wie nur ein Mephisto oder Superheldensie besitzen. Während sich Konstanze nach Maßgabe des Spiels in ein Supergirl Kostüm zwängt, verwandelt sich der angebliche Hausmeister im Stroboskoplicht in verschiedene Comicfiguren, um die ehrliche Hausfrau für seine zynische Weltsicht zu gewinnen.
Seiner nihilistischen Position, einer sich ganz offensichtlich für unsere Welt anbahnenden Klima- und Umweltkatastrophe einfach ihren Lauf zu lassen, um wie im Rausch den Fortgang der Apokalypse zu genießen, stellt Konstanze tapfer ihre humanistische, die Menschen bejahende Weltsichtgegenüber.
Als Mephisto sich schließlich offenbart, wird deutlich, warum er das Wirken der einfachen Hausfrau fürchtet. Obwohl sie für Mephisto schwach wie eine einzelne Ameise ist, befürchtet er, dass sie durch ihre soziale Vernetzung Superkräfte entwickeln könnte, um der menschlichen Vernunft gegen seine negativen Kräfte zum Durchbruch zu verhelfen.