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Das Märchen vom Märchen, wie die Märchen Märchen wurden

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts durchforsten die beiden Brüder Jakob und Wilhelm Grimm auf der Suche nach Arbeit die ländlichen Gebiete Deutschlands. Sie stolpern dabei in ihr wohl unglaublichstes Abenteuer. In einem Gasthaus erfahren sie von wundersamen Dingen, die sich im nahe gelegenen Wald zutragen sollen und davon, dass in den Dörfern der Umgebung junge Mädchen verschwunden sind. Die ausgesetzte Belohnung, aber auch die Geschichte, die sich dahinter verbirgt, veranlassen die Gebrüder Grimm dazu, den verwunschenen Wald zu betreten und sein Geheimnis zu lüften. Gemeinsam mit dem glücklosen Schneider Stich und der hübschen Wirtstochter Rosa treffen sie auf ungewöhnliche Zeitgenossen, mal mehr, mal weniger freundlich gesinnt. Sie werden gejagt vom Wachhauptmann, dem Wolf und einem reimenden Gnom, bis sie endlich mit Hilfe der alten Frau Holle den schwarzen Turm erreichen. Dort gilt es schließlich mit Verstand und Geschick die dunkle Dame, eine mächtige Zauberin, die nach ewiger Jugend strebt, aufzuhalten und das noch leere Buch von Jakob mit all den unglaublichen Geschichten zu füllen, die sie erlebt haben.

Anmerkung des Autors

Zur Zeit ist es ja stark in Mode die klassischen Märchen in allen medialen Möglichkeiten auszuschlachten und neu zu interpretieren. Ob Kinofilme, Fernsehserien, Video-Games oder Print, die Märchen erleben eine starke Renaissance, auch wenn die Neu-Interpretationen natürlich Geschmacksache sind.

Ich habe mich bereits im Jahr 2007 mit einem alten, neuen Märchenstoff auseinandergesetzt. Wie immer aus der Not heraus, weil es für unsere Ensemblegröße wenig Stückmaterial auf dem Markt gab. Zwanzig Spieler/innen wollten auf die Bühne. Klassische Grimmsche, Hauffsche und Andersensche Märchen waren nach 25 Jahren zum größten Teil abgedeckt, also musste etwas Neues her.

Ein "Alles-in-Einem"-Märchen. Und hier ist ein weiterer, aktueller Trend zu erkennen. Wenn es keine Fortsetzungen mehr gibt, schreibt man eben die Geschichte davor. Ein Prequel. Wie kamen die Grimmschen Brüder zu ihren Märchen?

Und in erster Linie meiner eigenen Bühnenphilosophie steht die Unterhaltung. Man soll sich verzaubern lassen, eine anderthalb Stunden spannende Geschichte erleben und dabei das Lachen nicht vergessen.

Ja, ich möchte die Zuschauer zum Lachen bringen. Kleine wie große Gäste gleichermaßen. Mit frechen Texten, Figuren, die in ihrem Auftreten und ihrer Art für sich schon unterhaltsam sind und allgemeinverständlichen "Insidern". So versteht zum Beispiel jedes Kind nach diesem Stück, warum in Schneewittchen nur sieben Zwerge vorkommen und keine Acht.

Aus dieser Mischung wurde das Stück " Gebrüder Grimm" geschrieben, welches aus meinem Repertoire heraus, eines meiner Lieblinge ist und bleiben wird.