Vom Fischer und seiner Frau
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"Wenig Geld und viele Wünsche - das verträgt sich nicht!"

Am Weihnachtsabend trifft Marielle am Hafen auf Kapitän Bockwurst. Da dieser alleine ist und sie der Überzeugung ist, dass am Weihnachtsabend, weil Weihnachten das Fest der Liebe ist, niemand alleine sein sollte, lädt sie ihn kurzerhand zu sich nach Hause ein. Da sie jedes Jahr an Weihnachten ihrer Katze eine Geschichte vorliest, bittet sie den Kapitän eine Heschichte mitzubringen. Das möchte Kapitän Bockwurst gerne tun und besucht Marielle am Abend mit der Geschichte:

"Vom Fischer und seiner Frau"

Ein Fischer wohnt mit seiner Frau in einem armen, heruntergekommenen Fischerhäuschen. Beide haben nichts zu essen, weil er mit seiner Fischerei einfach kein Glück haben will.

Eines Tages fängt er einen sprechenden Butt, der ihn um sein Leben bittet "Was hast du davon, wenn du mich tötest? Ich würde dir doch nicht schmecken." Außerdem sei er ein verwunschener Prinz. Der Fischer hat trotz seiner häuslichen Not Mitleid mit dem Fisch und entlässt ihn wieder in die Freiheit des Meeres.
Zum Dank für diese Herzenstat verspricht ihm der Butt, dass er ihn immer mit dem Spruch "Manntja, Manntje, Timpetee, Buttje, Buttje in de See" rufen kann und er wird ihm, wenn er kann, seine Wünsche erfüllen.

Zu Hause erzählt er seiner Frau Ilsebill von der Begegnung mit dem Butt, woraufhin sie fragt, ob er sich denn nichts als Gegenleistung gewünscht habe. Ein hübsches Häuschen zum Beispiel, anstelle dieses armseligen Häuschens. Sie schickt ihn, weil sie gehört hat, dass verwunschene Prinzen immer Wünsche erfüllen wieder zum Meer.

Auf Wunsch seiner Frau begibt sich der Fischer noch einmal an die gleiche Stelle des Meeres und ruft den Butt:

“Manntje, Manntje, Timpetee, Buttje, Buttje, in de See.
Meine Frau die Ilsebill will nicht so als ich wohl will.”

"Was kann ich für dich tun?", fragt der Butt. Der Mann erzählt vom Wunsch seiner Frau, und es klingt so, als ob er selbst den Wunsch für ziemlich vermessen hält. Doch der Butt sagt, er solle nur nach Haus gehn, sie hätte schon, was sie wolle. So ist es auch, aber leider ist die Frau nicht lange zufrieden.

Immer wieder muss der Mann zum Butt gehen und größere Wünsche vortragen, wobei er immer kleinlauter wird. Jedesmal ist die See etwas rauher als beim letzten Mal.
Doch die Wünsche der Frau werden erfüllt: sie bekommt ein Schloss, wird erst König, dann Kaiser und schließlich Papst.

Erst als sie begehrt, Gott zu werden, bricht der ganze Zauber mit einem Schlag zusammen, und Mann und Frau sitzen wie am Anfang in ihrem kleinen Fischerhäuschen.

Doch zu diesem Zeitpunkt hat Mandras Frau Ilsebill verstanden, dass zu viele Wünsche ungesund sind und für sich gelernt: "Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand!"