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Sie werden uns Recht geben: neben Romeo und Julia, gehört die Geschichte vom Aschenputtel in den Reigen der berühmtesten LoveStories der Welt.
Einem so bekannten Märchenstück - dem muss man inhaltlich eigentlich nichts mehr groß hinzufügen. Doch es juckt in den Fingern, drum überlassen wir dem Autor Herrn Bernhard Thurn das Wort, hat er doch die ein oder andere Finesse in diesem wunderbaren musikalischen Bühnenmärchen nach der Vorlage der Gebrüder Grimm einfließen lassen.

Das Theaterstück orientiert sich an dem Märchen der Brüder Grimm und enthält
teilweise wörtliche Zitate. Einige Personen sind hinzuerfunden - aus dramaturgischen Gründen, etwa der Vater von Aschenputtel oder die beiden Diener, die eine humoristische Funktion haben. Ausgerichtet ist das Stücke vorsichtig an der psychoanalytischen Märcheninterpretation von Eugen Drewermann: Die Lösung Aschenputtels von ihrer Mutterfixierung und die Suche nach eigener Identität.
Der große Personenbestand kann ohne Probleme reduziert werden, etwa die Zahl
der weiblichen Gäste bei den Festen des Königs. Probleme könnten die Szenen mit
den hilfreichen Tauben bereiten. Hier bieten sich an Seilen aufgehängte und bewegte Vogelpuppen an; dazu Lichteffekte.

Aschenputtel muss immer an ihre verstorbene Mutter denken. Der Vater hat noch
einmal geheiratet und die neue Frau bringt zwei Schwestern ins Haus, die zusammen
mit ihrer Mutter Aschenputtel verhöhnen und ihr alle ungeliebten Aufgaben übertragen. Der Vater kehrt von einer Reise zurück. Er hat viel Geld verdient und beschenkt seine Frau und die Stieftöchter reich, Aschenputtel geht leer aus.
Nach seiner letzten Reise hatte er ihr auf ihren Wunsch ein Haselreis mitgebracht,
das Aschenputtel auf dem Grab der Mutter pflanzte und das inzwischen ein großer Haselbaum geworden ist.

Eines Tages tauchen zwei Diener des Königs auf und laden zu einem Fest des Königs
ein. Der sucht ein Mädchen, das seinen Sohn, den Prinzen, heiratet und Prinzessin wird. Das Tanzfest soll Gelegenheit zum Kennenlernen geben. Sofort beschließen die Mutter und ihre beiden Töchter, am Fest teilzunehmen und die Chance auf die Prinzessinnenrolle wahrzunehmen. Aschenputtel hat den sehnlichen Wunsch, mitzugehen, aber die Mutter verwehrt es ihr mit dem Hinweis auf ihre schmutzige Kleidung. Auf inständige Bitten Aschenputtels stellt sie ihr eine Teilnahme in Aussicht, wenn Aschenputtel es schafft, Linsen, die in die Asche am Ofen geschüttet werden, in knapper Zeit auszulesen. Aschenputtel gelingt es mithilfe der herbeigerufenen Tauben die Aufgabe zu lösen, aber die Mutter hält nicht ihr Versprechen und geht nur mit ihren Töchtern zum Schloss. Zuhause beschließt Aschenputtel sich über das Verbot hinwegzusetzen. Der Haselstrauß schenkt ihr ein kostbares Kleid und sie begibt sich - unerkannt von Stiefmutter und Stiefschwestern zum Tanz.
Dort wird der Prinz schnell auf sie aufmerksam und widmet ihr jeden Tanz.
Doch noch bevor das Fest beendet ist, läuft Aschenputtel schnell aus dem Schloss
nach Hause. Die beiden Diener folgen ihr auf Geheiß des Prinzen, können aber nur feststellen, dass sie in der Nähe des Taubenhauses war. Der inzwischen hinzugekommene Vater beschließt, das Taubenhaus zusammen mit den beiden Dienern zu zerstören, aber Aschenputtel ist nicht zu finden. Sie hat inzwischen das Kleid gegen ihren alten Kittel getauscht und sitzt wie immer am Ofen in der Asche. Dieser Vorgang wiederholt sich am zweiten Tag des Festes. Die Stiefschwestern sind erzürnt, dass der Prinz für sie kein Auge hat und sich nur um das für sie unbekannte Mädchen kümmert. Die Diener können lediglich feststellen, dass Aschenputtel auf den Birnbaum zuhause kletterte. Also beschließt der Vater, den Birnbaum umzuhauen, aber wieder ist Aschenputtel nicht zu finden.

Am dritten Tag stellt der Prinz Aschenputtel eine Falle. Er lässt die beiden Diener eine Treppe mit Pech bestreichen und hofft, dass Aschenputtel so an einer frühzeitigen
Flucht gehindert wird. Wie immer will Aschenputtel entfliehen, bleibt aber am Pech kleben. Sie lässt den Schuh zurück und eilt nach Hause. Der Prinz beteuert, dass nur diejenige Prinzessin werden darf, der der Schuh gehört und begibt sich auf der Suche zum Haus, in dem er die Lösung des Rätsels vermutet. Die Mutter erklärt den Schuh
zum Eigentum ihrer ältesten Tochter. Als diese den Schuh anprobiert muss sie aber feststellen, dass er nicht passt. Der dicke Zeh ist im Wege. Auf Vorschlag der Mutter hackt sie ihn sich ab und will als künftige Frau des Prinzen mit diesem zum Schloss.
Als sie aber am Haselstrauch vorbeikommen, sitzen dort zwei Tauben und verraten, dass Blut im Schuh ist und die älteste Tochter nicht die rechte Braut ist. Sofort erkennt der Prinz, dass er hereingelegt werden sollte. Der Vorgang wiederholt sich mit der zweiten Tochter. Diesmal ist die Ferse im Weg. Auch die wird abgeschnitten; die
Tauben verraten den Betrug. Auf Bitten des Prinzen wird nun gegen den Willen der Mutter Aschenputtel gerufen, die in ihrem wunderschönen Ballkleid erscheint und der sofort der Schuh passt. So nimmt der Prinz sie mit ins Schloss. Als sie sich zur
Trauung begeben, werden die beiden garstigen Stiefschwestern von den Tauben bestraft, indem sie beiden die Augen aushacken und sie fortan blind durch die Welt gehen müssen. Aschenputtel aber feiert ein großes Hochzeitsfest mit dem Prinzen.